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Thema: Kosten Erbausschlagung

  1. #1
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    Kosten Erbausschlagung

    Guten Morgen,
    hinsichtlich der Kosten einer Erbausschlagung eines nicht überschuldeten Nachlasses (angeb. Nachlasswert 30000 €) habe ich mich im Vorfeld beim Nachlassgericht und beim Notar erkundigt. Übereinstimmend erhielt ich die Auskunft, dass es beim Notar rund 30 EUR kosten würde. Dies deckt sich auch mit den Informationen hier im Forenarchiv und im Internet, da laut Kostenordnung 1/4 Gebühr anfällt. Der Notar hat nun aber 1/2 Gebühr abgerechnet, netto 48 €, brutto 58. Gibt es dafür eine Erklärung?

    Außerdem wundert mich, dass der Notar aus den 30.000 Gegenstandswert abgerechnet hat, das Gericht aber nur einen Wert von 9.500 €.

    MfG
    die Kleene

  2. #2
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    Wurde die Urkunde im August unterzeichnet und wie hoch ist der Erbanteil? Wann erfolgte konkret der Auftrag an den Notar zur Erstellung der Urkunde?

  3. #3
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    Nein, die Beurkundung war Anfang Juli.. und es waren 3 Personen, die gemeinsam ausgeschlagen haben

  4. #4
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    Die Gebühr beträgt dann 1/4 nach § 38 Abs. 3 KostO.
    Zum Wert kann nichts gesagt werden, da zum Erbanteil eines jeden Ausschlagenden nichts beantwortet wurde.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Max11 Beitrag anzeigen
    Die Gebühr beträgt dann 1/4 nach § 38 Abs. 3 KostO.
    Zum Wert kann nichts gesagt werden, da zum Erbanteil eines jeden Ausschlagenden nichts beantwortet wurde.
    nun, ich verstehe nicht recht, und kann momentan zum Erbanteil eines jeden der 3 Ausschlagenden auch gar keine Angaben machen. ...bzw. vielleicht doch... der Erbanteil des 1. Ausschlagenden müsste (zumindest nach dem uns bekannten Stand der Erbenermittlung - Schreiben des Nachlasspflegers, in dem die als Erben in Betracht kommenden Personen aufgeführt waren--und es natürlich nicht bekannt ist, wer noch ausschlägt und wer nicht).. 1/12 sein.. und ...die anderen beiden, die mit ihm ausgeschlagen haben, sind seine Kinder, die ja dann in der Erbfolge nachgerückt wären (demzufolge jeder der beiden mit 1/24, oder?.... )



    Ich habe auf jeden Fall beim Notar den Ansatz der 1/2 Gebühr moniert. Antwort kam noch nicht, wahrscheinlich, wird ich dann jetzt den von mir errechneten Betrag bezahlen, also die 1/4 Gebühr + Auslagen + USt.

    Versteh ich es dann richtig, dass es ab 1.8. da Änderungen in der Kostenordnung gibt??

    lg
    die Kleene

  6. #6
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    bei einem angenommenen Anteil von 1/12 ist auch als Wert nur dieser Anteil anzugeben. Die Erklärungen, die die dann folgenden Kinder abgegeben haben, sind wertmäßig nicht zu berücksichtigen. Es stellt sich natürlich die Frage, ob sowohl das Gericht als auch der Notar von diesem Anteil wußten. Die 1/2 Geb. ist auf jeden Fall falsch.

    Seit dem 01.08. gilt nicht mehr die KostO, sondern jetzt das GNotKG.

  7. #7
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    ok. Vielen Dank für die Antworten.

    Ob das Gericht vom Anteilswert wusste, ist mir nicht klar (Es besteht ja die Nachlasspflegschaft bei Gericht und inwieweit dann immer das Gericht die Informationen vom Nachlasspfleger vorliegen hat, weiß ich nicht). Der Notar wusste definitiv nichts von dem Anteilswert. Das war sicher auch unser Fehler, wir wurden lediglich nach dem Nachlasswert gefragt, und haben dann den Wert genannt, der im Schreiben des Nachlasspflegers stand. Ok.. dumm gelaufen.. aber die 1/2 Gebühr lassen wir uns jedenfalls nicht abkassieren

    Danke nochmal
    lg
    die Kleene

  8. #8
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    Ok, nun kam der Anruf vom Notariat. Die Rechnung wird korrigiert (die Kollegin, die diese gemacht habe, kenne sich damit nicht aus..? ok..).. ärgerlich nur, dafür, dass das Notariat nen Fehler gemacht hat, der uns evtl. auch gar nicht aufgefallen wäre, haben wir nun auch noch Portokosten, denn wir müssen zuerst die falsche Rechnung zurückschicken. ... ärgerlich, aber , wenigstens haben wir Recht

    lg
    die Kleene

  9. #9
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    Die Rechnung ist nicht zurückzuschicken. Es könnte Gutschrift in Höhe der falschen Rechnung und neue Rechnung erteilt werden.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Max11 Beitrag anzeigen
    Die Rechnung ist nicht zurückzuschicken. Es könnte Gutschrift in Höhe der falschen Rechnung und neue Rechnung erteilt werden.
    ..oh...vllt hätte ich doch erst auf Ihre Antwort warten sollen. Ok. fürs nächste Mal. Denn mein Mann hatte da mit der Dame vom Notariat auch schon diskutiert, weil er sich ärgerte, sie sagte ihm aber , wir müssen die zurückschicken, weil sonst könnten wir ja die höhere Rechnung "einreichen" (wo auch immer, ich glaub nicht, dass ich die in der Steuererklärung verwenden wird)... was wir auch schon als unverschämt empfanden. (ich kenn es aus der Arbeit eher so, dass man mit der korrigierten Rechnung mitteilt, dass die "alte" Rg als gegenstandslos zu betrachten ist und durch die neue ersetzt wird). Nun, so was nennt man dann Lehrgeld zahlen.

    Nichts destotrotz, tolles Forum hier und Dankeschön an alle, die hier ihre Freizeit opfern

    lg
    die Kleene

  11. #11
    Super-Moderator Avatar von Rechtspfleger
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    Zitat Zitat von Kleene Beitrag anzeigen
    ärgerlich nur, dafür, dass das Notariat nen Fehler gemacht hat, der uns evtl. auch gar nicht aufgefallen wäre, haben wir nun auch noch Portokosten, denn wir müssen zuerst die falsche Rechnung zurückschicken. ...
    Wir reden hier über 0,56 EUR für einen einfachen Brief?
    Da lohnt sich doch keine Debatte drum, oder?

  12. #12
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    Zitat Zitat von Rechtspfleger Beitrag anzeigen
    Wir reden hier über 0,56 EUR für einen einfachen Brief?
    Da lohnt sich doch keine Debatte drum, oder?
    nana, 0,58 €

  13. #13
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    Zitat Zitat von Max11 Beitrag anzeigen
    nana, 0,58 €
    genau ... außerdem geht's mir da eher ums Prinzip. Für deren Fehler noch Geld ausgeben :-)

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