Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anzeige gegen Lehrer wg Freiheitsberaubung?
Hallihallo...
Wie ich soeben erfahren hat, hat ein Lehrer unsrer Schule meinen kleinen Bruder bei einer Weihnachtsfeier (schon ein paar Jahre her) in ein Zimmer gesperrt, weil er anscheinend irgendwie gestört hat. Er ist hyperaktiv, der Lehrer wusste das nicht, es tat ihm nachher ziemlich leid.
Tja, ich weiß zwar (noch) nicht was mein Bruder dazu sagt, ob meine Eltern davon was wissen, aber mir geht das so gegen den Strich dass ich den Lehrer dafür bestrafen lassen will, es geht doch nich dass der nen Schüler in ein Zimmer sperrt (er war am Schluss so fertig dass er geweint hat)?! Ich könnte kotzen, echt, auch wenn das Verhältnis zu meinem Bruder im Moment nicht das beste ist, da muss was passiern, ich kann den Lehrer nichtmehr anschaun ohne ihn deswegen anbrüllen zu wollen...
applecookie
09.12.2005, 05:44
Hallo.
Nun, ich kann Deinen Zorn völlig verstehen. Allerdings glaube ich kaum, daß die Staatsanwaltschaft dem ernsthaft nachgehen würde - so überlastet, wie die sind. Und die Nachweisbarkeit ist auch so eine Sache. Ein paar Jahre her... wäre wahrsch. eh verjährt.
Man hätte damals das Gespräch mit dem Lehrer suchen sollen und ggf. eine Dienstaufsichtsbeschwerde einleiten (schriftlich) - notfalls über das Ministerium.
Heute wird da wohl keiner mehr was tun.
Es zeigt fachlich gesehen eine extreme Überforderung des Lehrers wie es scheint. Ich persöhnlich hätte ihn gefragt, ob er einen Therapeuten braucht ;)
Aber wie gesagt, verstehen kann ich Deinen Zorn sehr wohl!
Menzemer
09.12.2005, 10:38
Ich sehe das genau so.
Gruß
Pauker
Oh...da wäre ich auch ausgeflippt!
Gut,daß der Kleine nicht einen Fluchtversuch durchs Fenster unternahm...oder so..
Ja...sowas gibt's leider immer mal wieder...
Schön,wenn dann schon Erstklässler detailgetreu und zeitnah vertrauensvoll zu Hause erzählen :cool:
Damit ersparen sie auch den Lehrern früh genug ernstere Konflikte (muß ja nicht erst was passieren...).
Weder ausflippende Schüler sind toll (wobei KRANKHEITEN schon erkannt werden sollten vom Pädagogen!!!)---noch viel weniger sind aber überforderte Lehrer ein Spaß.
Nur...letztere haben die Möglichkeit---früh genug den Arbeitsort zu wechseln.KOMPLETT!
(Selbsterkenntnis...)
Würde an Deiner Stelle trotzdem das Gespräch mit Direx suchen.
Für den nächsten Fall...
Verjährt ist's sicher...
Und auch sorgsam noch mal mit dem Kleinen das Gewesene besprechen...
Und...nun ja...ob der Typ sich dann mal durch abgehende Türklinken (au weia! :aetsch: ) selbst in solche Situation bringt...ist nur so ein Gedanke...
Schüler sind kein FREIWILD.
Und...ab und zu sollte man eine Eignungsüberprüfung machen...
In dem Job sind Lehrer mit Seele ein Segen! Und...die "Unwilligen" regelrecht psychische Folter!
Zerreißen von Privatsachen,Werfen schwerer Dinge auf "träumende Schüler",Kneifen,Po-Betätscheln,Datenschutzverletzungen...
hab ich in den letzten Jahren so als "Aufreger" berichtet bekommen.
Nicht nur die Kinder sind ab 14 strafmündig.
Wenn man geachtet werden möchte...ist mindestens das gleiche Verhalten zu empfehlen,welches man mit Recht von den Schülern verlangt....
Ich merke schon...da könnte ich mich REINSTEIGERN!
"Gewalt gegen Abhängige..."..."Angemessenheit der Maßnahmen"...
Und..ganz schlimm: daß oft KEIN Mitschüler die "Gusche" aufmacht!
Das ist eigentlich das Allerdeprimierendste!!!!
P.S.:Und---um Angriffen vorzubeugen--ich war (peinlich?)wissensdurstige begeisterte Schülerin...mit zu guten Betragensnoten(hemmte die Kontakte...klar!)---aber immer trotzdem freier Meinungsäußerung(als das noch das Abi verderben konnte)...und heute stolz auf damals erteilte "schädliche Beurteilungen".
Will weder gute Lehrer kritisieren,noch find ich rotzfreche Schüler toll...
Aber: gerade in der Schule sollte es mit den Gesetzen/Grundrechten...korrekt zugehen!!!!!
Würde an Deiner Stelle trotzdem das Gespräch mit Direx suchen.
Zunächst sollte ein Gespräch mit dem Bruder und mit den Eltern stattfinden.
Danach kann gemeinsam entschieden werden, ob und was unternommen werden soll. Das weitere Vorgehen wäre auch eigentlich die Angelegenheit der Eltern als Erziehungsberechtigte.
Bevor man sich an offizielle Stellen wendet, sollte zunächst der Betroffene, also der Lehrer auf die Angelegenheit hin angesprochen werden. Wie oben erwähnt, hat er sein Fehlverhalten ja eingesehen und auch bedauert. Das rechtfertigt natürlich nicht sein Verhalten, aber es sind ja inzwischen mehrere Jahre vergangen, ohne dass weitere Vorfälle dieser Art passiert sind, oder? Schlimmer wäre es, wenn er für solche Entgleisungen bekannt wäre. Dann müsste unbedingt etwas unternommen werden.
Und - ganz wichtig - die Eltern eines hyperaktiven Kindes hätten bereits vor der Weihnachtsfeier alarmiert sein müssen und dem Lehrer ggf. Hinweise oder Unterstützung anbieten sollen. Es handelt sich bei einer Feier nämlich um eine typische Situation, bei der ein hyperaktives Kind durch die vielen ungewohnten Reize vollkommen überfordert ist. Der Lehrer allerdings auch! Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, durch sorgsame Planung ein Kind relativ problemlos durch so eine Veranstaltung zu bringen.
Aber das schafft nicht ein einzelner Lehrer alleine, der gleichzeitig den Ablauf der Feier organisieren und gestalten muss, dabei 20 bis 30 Kinder pädagogisch betreuen und beaufsichtigen muss, der gerade von jungen Schülern ständig individuell beansprucht wird und dabei auch noch den anwesenden Eltern Kaffee, Plätzchen etc. reichen soll. Denn auf Weihnachtsfeiern feiern die Eltern und halten es oft für selbstverständlich, dass der Lehrer den Service und die Kinderbetreuung leistet. Und das ist kein Witz, sondern bittere Realität!
Also bitte in diesem Fall nicht nur Lehrerschelte, sondern auch die Unterlassung der Eltern des Kindes berücksichtigen!
Außerdem finde ich es absolut unerfreulich, dass jedesmal, wenn irgendwo von Lehrern die Rede ist, ein Rundumschlag erfolgt, nach dem Motto: Lehrer haben keine gößere Zielsetzung in der Schule, als die Schüler zu schikanieren.
Leider gibt es diese Spezies, auch ich als Mutter gerate gelegentlich in Konflikt mit ihnen. Aber die meisten verrichten ihren Job in pädagogischer und fachlicher Hinsicht professionell und engagiert.
Anagrom Ataf
10.12.2005, 20:27
Soll das ich kann den Lehrer nichtmehr anschaun ohne ihn deswegen anbrüllen zu wollen...eine verständliche Reaktion auf etwas sein, das(schon ein paar Jahre her)ist und wenn außerdem es tat ihm nachher ziemlich leid. der Fall ist, besonders wenn man alles nur von nicht direkt beteiligten Personen gehört hat. Falls das Ganze sich wirklich so zutrug: Ob der Bruder das überhaupt noch in Erinnerung hat?
Wird hier vielleicht ein Grund gesucht, um eigene Ablehungsgründe gegenüber dem Lehrer zu unterstützen? Im Übrigen wäre es allenfalls Angelegenheit der Eltern, sich Gedanken über etwa noch sinnvolle Schritte zu machen. Und sinnvolle Schritte würde ich nur dann sehen, wenn der Lehrer auch heute noch entsprechendes Verhalten zeigen würde.
Wird hier vielleicht ein Grund gesucht, um eigene Ablehungsgründe gegenüber dem Lehrer zu unterstützen?
schlicht und einfach nein.
naja also mein bruder hats definitiv noch in erinnerung, aber so wies aussieht kann man da etz nixmehr machen.
ich werd auch nichts machen, noch 1 Jahr und ich muss den Lehrer nichtmehr sehn. wenn er allerdings irgendwem nochmal was antut... :evil: (wenn nur 10% von den sachen die ich über ihn gehört hab wahr sind muss ich mich bzgl selbstjustiz (ja is nich drin; keine weitere erklärung nötig!!) zurückhalten... Es haben eindeutig viel zu wenig schüler den mut was gegen lehrer zu unternehmen)
Es wird wohl nichtsmehr unternommen und da sein Ruf an dieser Schule eh schon mehr als schlecht ist, werd ich mich auf meinen Abschluss freun und ihn dann vergessen.
Und - ganz wichtig - die Eltern eines hyperaktiven Kindes hätten bereits vor der Weihnachtsfeier alarmiert sein müssen und dem Lehrer ggf. Hinweise oder Unterstützung anbieten sollen. Es handelt sich bei einer Feier nämlich um eine typische Situation, bei der ein hyperaktives Kind durch die vielen ungewohnten Reize vollkommen überfordert ist. Der Lehrer allerdings auch! Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, durch sorgsame Planung ein Kind relativ problemlos durch so eine Veranstaltung zu bringen.
tja er is als kleiner "störenfried" bekannt, hyperaktivität nur sehr schwach, selbst wenn keine da wäre MÜSSTE jeder lehrer mit ihm klar kommen (komisch... alle bis auf den genannten tun es)
Naja wieauchimmer gute nacht... (thema für mich abgeschlossen; meine auffassung von sog "Gerechtigkeit" bestätigt, alles wie immer; tschüss)
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