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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baustelle läuft auf Allgemeinstrom



Fireabend
15.06.2011, 20:36
Hallo,
wir haben derzeit folgendes Problem, an unserem Haus (alle 3 Parteien gehören unserem Vermieter) wird im Garten ein 2. Haus angebaut (wieder 3 Parteien).

Das ganze wussten wir schon vor dem Einzug und ist auch bezüglich Lärm usw kein Thema.

Allerdings sind wir bei unserer letzten Nebenkostenabrechnung (vom Einzugsdatum Mitte November bis zum 31. Dez) was den Allgemeinstrom angeht doch etwas aus den Wolken gefallen. Beläuft sich hier auf knapp 350€ im Jahr wovon wir, weil wir zu dritt in der Wohnung wohnen 3/5 (die anderen Parteien sind Singlehaushalte) dieser Stromkosten tragen müssen. Sprich rund 200€ Allgemeinstrom bei einer 70m² Wohnung.

Daraufhin habe ich den Vermieter angerufen, gibt ja auch fehlerhaft Zähler usw, und gefragt ob dies nicht viel zu hoch sei usw. Er meinte wäre normal diese Höhe, da Ganglicht, Wasserpumpen, Heizungspumpen und vorallem als größten Stromfresser nen riesen Heißwasserboiler im Keller stehen haben. Hier wird das Fernwärme-Warmwasser eben bis zur Benutzung auf Temperatur gehalten.
Ok dachte ich, das könnte wirklich einiges an Strom ziehen, läuft ja schließlich auch rund um die Uhr.

Er erzählte dann noch was von wegen Strom wäre halt so teuer geworden usw...

Ich sprach ihn dann noch auf die gerade beginnenden Bauarbeiten an, wie denn da mit Strom und Wasser verfahren würde. Er versicherte mir, dass er da einen extra Zähler einbauen ließe und wir selbstverständlich nicht den Baustellenstrom zu tragen hätten.

Nun steht das Erdgeschoss von dem Haus, die Bauarbeiter sind täglich fleißig am arbeiten und von einem extra Zähler ist weit und breit nichts zu sehen.
Ihre Geräte schließen sie entweder an die Außensteckdose an oder ziehen nen Kabel vom Keller rauf.
Nun war ich heute mal im Keller und habe auf den Allgemeinstromzähler geguckt, der ziemlich schnell lief und als draußen die Kreissäge abgestellt wurde lief er sofort nurnoch ganz langsam.

Sprich die Baustelle läuft nach wie vor über den Allgemeinstrom.

Wie sollen wir uns nun am besten verhalten? Nochmal den Vermieter kontaktieren? Einfach wenn die nächste Nebenkostenabrechnung kommt drauf bestehen eine exakte Aufschlüsselung zu bekommen, was von der Baustelle verbraucht wurde?
Nur was macht man dann wenn er dann behauptet sie hätten Stromgeneratoren oder dergleichen genutzt.

Wie gehen wir nun am besten vor?

Denn eins ist klar, wir haben keine Lust die Energiekosten für seine Baustelle zu tragen.

Danke schonmal im Vorraus.
LG Fire

Friday
15.06.2011, 21:03
Ich würde das so machen:
1. Zählerständ an verschiedenen Tagen, an denen die Baustelle aktiv ist oder nicht aktiv ist, aufschreiben, so dass man den Baustellnverbrauch und den Normalverbrauch abschätzen kann.
2. Feststellen, wieviele Kilowattstunden da wirklich an einem Tag zusammenkommen.
3. Den Vermieter freundlich auf den Sachstand hinweisen.
4. Mit dem Vermieter besprechen, ob der Strom pauschal wie im letzten Jahr angenommen werden soll, oder ob auf der Basis der Verbrauchsabschätzung (soundsoviele Tage mal Tagesbedarf der Baustelle mal 22 Cent je Kilowattstunde) die Hausstromabrechnung reduziert wird.

Ich meine, dass das wirklich nicht so viel Strom ist und es wäre nicht verhältnismässig, wenn man fordern würde, einen Baustromverteiler aufzustellen. Das würde einige hundert Euro kosten. Viele Generalunternehmer machen das so, dass bei Beginn und Ende der Baustelle der Zähler abgelesen wird und der gesamte verbrauchte Strom wird abgerechnet. Der Bau zahlt also den normalen Strom einfach mit. Das ist für den Bauherren immernoch billiger als ein Baustellenverteiler. Der Mieter kann das natürlich auch nicht fordern und irgendwo dazwischen kann man sich doch einigen.

Hoshi
16.06.2011, 07:48
Moin,

Die Vorschläge von Friday sind allesamt gut, aber zwei kleine Ergänzungen kann ich mir dann nicht sparen.

und vorallem als größten Stromfresser nen riesen Heißwasserboiler im Keller stehen haben. Hier wird das Fernwärme-Warmwasser eben bis zur Benutzung auf Temperatur gehalten.
Hier soll mit einer sogenannten Heizpatrone das Warmwasser auf Temperatur gehalten werden, und das bei einem Fernwärmeanschluss?
Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, und wenn dem doch so sein sollte, dann ist das sowohl eine ökonomische als auch ökologische Todsünde.
Fernwärme steht ganzjährig an, und somit gibt es keinerlei Grund das Warmwasser hier mittels einer Heizpatrone auf Temperatur zu halten.
Moin,
Nun steht das Erdgeschoss von dem Haus, die Bauarbeiter sind täglich fleißig am arbeiten und von einem extra Zähler ist weit und breit nichts zu sehen.
Auf der Baustelle steht sicherlich irgendwo mindestens ein sogenannter Baustromverteiler rum. Schon einmal geprüft ob sich der Zähler vielleicht darin befindet?

Meiserhannes
16.06.2011, 10:07
ich würde mir mal die stromrechnungen von diesem und letzten jahr zeigen lassen.
dann sieht man doch,ob der verbrauch in die höhe geschossen ist.

senta66
16.06.2011, 20:55
Ich persönlich würde in diesem Falle zu radikaleren Maßnahmen neigen.
Ich würde mal werktags früh um 7 Uhr einfach - soweit erreichbar - die Hauptsicherung, oder eben alle erreichbare Sicherungen,
das genügt ja schon - rausmachen/ausschalten.
Wenn dann der "Cappo" kommt und sich beschwert, kann man sich ja dann den Baustellenverteiler zeigen lassen...
...und alles ist gut.
Wenn es dann doch keinen gibt...?...
Tja... *ICON*
Senta

Erlotan
30.06.2011, 10:42
Zahlen Sie die Stromkosten berechnet aus dem Durchschnitt der letzten Jahre.
Sind die Stromkosten jetzt erheblich höher, muß der Vermieter die Erhöhung
begründen, und beweisen.